Wichtige Bewerbungstipps für Österreich

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Wichtige Bewerbungstipps für Österreich
Kaum jemand verliert ein Bewerbungsgespräch wegen fehlender Qualifikation. Meist scheitert es an mangelnder Vorbereitung und ein paar vermeidbaren Fehlern. Hier sind die Tipps, die den Ausschlag geben: wie Sie sich vorbereiten, konkret antworten, selbst Fragen stellen und was der Arbeitgeber Sie in Österreich nicht fragen darf.

Vorbereitung schlägt Redegewandtheit

Die meisten Bewerber verlieren das Bewerbungsgespräch, bevor es beginnt. Ein Personalist erkennt in zehn Minuten, ob Sie wissen, wo Sie sitzen. Schauen Sie sich vorher die Website des Betriebs, seine aktuellen Meldungen und die Profile Ihrer Gesprächspartner an. Lesen Sie das Inserat noch einmal und notieren Sie zu jeder Anforderung eine konkrete Situation, in der Sie genau das getan haben.

Bereiten Sie außerdem eine Vorstellung von 60 Sekunden vor: wer Sie sind, was Sie können und warum gerade diese Stelle. Die Bitte „Erzählen Sie etwas über sich“ kommt fast immer, und eine improvisierte Antwort hört man.

Konkret antworten: die STAR-Methode

Auf Fragen wie „Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie einen Konflikt gelöst haben“ funktioniert die STAR-Methode:

  • Situation (der Kontext)

  • Task (Ihre Aufgabe)

  • Action (was Sie konkret getan haben)

  • Result (wie es ausging, am besten mit einer Zahl)

Die Antwort hat eine Struktur, dauert etwa eine Minute, und der Personalist behält sie.

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Beispiel

Frage: „Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie unter Zeitdruck liefern mussten.“

Schwache Antwort: „Ich arbeite gut unter Druck, das macht mir nichts aus.“

Antwort nach STAR: „Ein Kunde zog den Kampagnentermin um eine Woche vor (Situation). Ich war für die Unterlagen in drei Kanälen verantwortlich (Aufgabe). Ich habe die Arbeit in Tagesblöcke aufgeteilt, zwei Grafiken an einen Freelancer vergeben und jeden Morgen den Stand geprüft (Aktion). Wir haben einen Tag vor dem neuen Termin abgegeben, und der Kunde hat die nächste Kampagne bei uns gebucht (Ergebnis).“

Der erste Eindruck: Pünktlichkeit, Kleidung, Körpersprache

Kommen Sie 5 bis 10 Minuten vor dem Termin. Nicht früher, der Personalist hat einen Zeitplan; später auf keinen Fall. Kleiden Sie sich passend zur Branche und eine Stufe formeller als der Alltagsstandard des Betriebs. Der Artikel darüber, was Sie zum Bewerbungsgespräch anziehen, geht nach Branchen ins Detail.

Körpersprache sind ein paar einfache Regeln: fester Händedruck, Blickkontakt zu der Person, die gerade spricht, aufrecht sitzen, Hände ruhig auf dem Tisch. Handy aus und in der Tasche, nicht mit dem Display nach unten auf dem Tisch.

Fragen, die fast immer kommen

Neben der Vorstellung sollten Sie mit diesen rechnen:

  • Warum möchten Sie gerade bei uns arbeiten? Ein konkreter Grund mit Bezug zum Betrieb, kein allgemeines Lob.

  • Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Belegen Sie die Stärke mit einem Beispiel. Wählen Sie eine echte, kleine Schwäche und sagen Sie, was Sie dagegen tun.

  • Warum verlassen Sie Ihren aktuellen Arbeitgeber? Sprechen Sie darüber, was Sie suchen, nicht darüber, was Sie stört. Konkrete Formulierungen liefert der Artikel zum Jobwechsel und den besten Antworten im Interview.

  • Welche Gehaltsvorstellung haben Sie? Orientieren Sie sich am Kollektivvertrag Ihrer Branche und an der üblichen Spanne für die Position, und nennen Sie eine konkrete Zahl oder eine enge Spanne. Das im Inserat angegebene Mindestentgelt ist die Untergrenze, nicht Ihr Ziel.

Stellen Sie selbst Fragen

„Haben Sie noch Fragen an uns?“ ist keine Höflichkeitsfloskel zum Schluss. Wer keine hat, wirkt, als sei ihm egal, wo er anfängt. Bereiten Sie drei bis vier Fragen vor, die Ihnen zugleich bei der Entscheidung helfen.

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Tipp

Fragen, die funktionieren: Wie sieht eine typische Woche in dieser Position aus? Woran erkennen Sie nach einem halben Jahr, dass sich die neue Person bewährt hat? Warum ist die Stelle frei? Wie geht es im Verfahren weiter, und wann melden Sie sich?

Was der Arbeitgeber nicht fragen darf

Der Arbeitgeber darf nur erfragen, was für die Stelle wirklich relevant ist. Bei unzulässigen Fragen müssen Sie nicht antworten, und Sie dürfen ausweichen: „Das hat mit der Stelle nichts zu tun, ich würde gern beim Aufgabenbereich bleiben.“

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Nach dem Gleichbehandlungsgesetz sind Fragen nach Schwangerschaft, Kinderwunsch, Familienstand und Partnerschaft, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, Alter, politischer Einstellung, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit, Vorstrafen und Vermögensverhältnissen unzulässig, sofern sie für die Tätigkeit nicht objektiv erforderlich sind. Wer im Bewerbungsverfahren deswegen benachteiligt wird, hat Anspruch auf Schadenersatz; Beratung bieten die Gleichbehandlungsanwaltschaft und die Arbeiterkammer. Auf eine unzulässige Frage nach einer Schwangerschaft dürfen Sie ohne Folgen falsch antworten.

Was Sie vermeiden sollten

  • Schlecht über den früheren Chef oder den Betrieb reden. Der Personalist denkt sich, wie Sie einmal über ihn sprechen werden.

  • Erfahrung übertreiben. Eine Referenz oder die Probezeit decken es auf.

  • Unterbrechen und lange Monologe. Antworten über zwei Minuten verlieren den Zuhörer.

  • Fragen nach Urlaub und Benefits gleich zu Beginn. Sie gehören ans Ende oder in die zweite Runde.

Nach dem Gespräch

Schicken Sie innerhalb von 24 Stunden eine kurze Dankes-E-Mail: bedanken Sie sich für die Zeit, erinnern Sie in einem Satz daran, was Sie an der Stelle reizt, und reichen Sie nach, was Sie zugesagt haben. Meldet sich der Betrieb nicht bis zum genannten Termin, fragen Sie zwei bis drei Tage später höflich nach. Einmal. Weitere Nachfragen helfen nicht mehr.

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Steht ein Auswahlgespräch mit mehreren Mitbewerbern gleichzeitig an? Lesen Sie, wie Sie in Gruppeninterviews überzeugen und sich abheben.

Wie früh sollte ich zum Bewerbungsgespräch kommen?

Idealerweise 5 bis 10 Minuten vor dem Termin. Wer viel früher kommt, setzt den Personalisten unter Druck; wer zu spät kommt, ist raus, bevor er etwas gesagt hat. Planen Sie den Weg mit Puffer und rufen Sie bei Verspätung sofort an.

Was ist die STAR-Methode?

Eine Technik für Fragen wie „Beschreiben Sie eine Situation, in der …“: Situation, Task (Aufgabe), Action (Handlung), Result (Ergebnis). Die Antwort bekommt eine klare Struktur und ein konkretes Ergebnis, das der Personalist behält.

Soll ich im Gespräch meine Gehaltsvorstellung nennen?

Ja, wenn danach gefragt wird. Orientieren Sie sich am Kollektivvertrag und an der üblichen Spanne für die Position und nennen Sie eine konkrete Zahl oder eine enge Spanne. Das Mindestentgelt im Inserat ist die Untergrenze.

Welche Fragen sind im Bewerbungsgespräch in Österreich unzulässig?

Nach dem Gleichbehandlungsgesetz Fragen nach Schwangerschaft, Kinderwunsch, Familienstand, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Alter, politischer Einstellung, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit, Vorstrafen und Vermögen, sofern sie für die Stelle nicht objektiv nötig sind. Bei Benachteiligung besteht Anspruch auf Schadenersatz.

Was tue ich, wenn ich eine Antwort nicht weiß?

Sagen Sie es. Nehmen Sie sich einen Moment zum Nachdenken oder räumen Sie ein, dass Sie es nicht wissen, und erklären Sie, wie Sie es herausfinden würden. Eine erfundene Antwort fällt auf und kostet mehr Vertrauen als eine ehrliche Lücke.

Soll ich nach dem Gespräch eine Dankes-E-Mail schreiben?

Ja, kurz und innerhalb von 24 Stunden. Bedanken Sie sich für die Zeit, erinnern Sie in einem Satz daran, was Sie an der Stelle reizt, und reichen Sie nach, was Sie zugesagt haben. Drängen Sie nicht auf einen Entscheidungstermin.

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